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    „Kooperation und Governance“ oder das Tauziehen zweier Konzepte

    Promotionsprojekt von Claudia Wendt. „John Maynard war unser Steuermann […] er hielt das Steuer fest in der Hand.“[1] In seiner unvergessenen Ballade beschreibt Theodor Fontane einen tapferen Steuermann, der seinen Dampfer von Detroit nach Buffalo steuert und bei einem Brand auf dem Schiff alle Passagiere ins Ziel rettet. Sinnbildlich lässt sich dieses Szenario auf viele Hochschulleitungen übertragen, die sich besonders in herausfordernden Zeiten wohl manches Mal wünschten, mit entsprechender Handlungsmacht ausgestattet, zentrale Entscheidungen für das „Schiff“, welches sie „steuern“, treffen zu können. Hochschulen sind hybride Gebilde. Sie bestehen einerseits aus einer zentralen Organisationsebene, der Hochschulleitung und ihren Verwaltungseinheiten und andererseits aus einer dezentralen Institutionsebene, den Fakultäten, in denen Forschung und…

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    #StayHome but #LeaveIvoryTower

    Promotionsprojekt von Alexander Chmelka. Die COVID-19-Pandemie, möchte man meinen, ist die Zeit der Stubengelehrten, also von der Außenwelt abgeschiedener Wissenschaftler*innen. Die Felderoberer, also jener Schlag von Feldforscher*in, der seinen Untersuchungsgegenständen die Erkenntnisse vor Ort abringt, haben es aufgrund von Kontaktbeschränkungen schwerer. Beide Extremtypen sind Bewohner*innen der gleichen Heimat – des Elfenbeinturms. Er ist die Stube der Gelehrten, aus deren Schutz heraus sie über die Beschaffenheit der Außenwelt schreiben können, ohne vom Schmutz derselben berührt zu werden. Und er ist das Raubschloss der Eroberer, von dem aus sie ins Feld ziehen und siegreich heimkehren, sobald sie die Daten haben, die sie benötigen. Was alle Elfenbeinturmwissenschaftler*innen gemein haben, ist: a) Der Unwille,…

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    Glaubwürdige Kommunikation, Glaubwürdige Wissenschaft?

    Promotionsprojekt von Rebecca Moltmann. Die vielzitierte ‚Vertrauenskrise der Wissenschaft‘ oder das vermeintliche ‚Ende der Fakten-Ära‘ – in den letzten Jahren gab es zahlreiche Artikel und Beiträge zu diesen Themen. Die Re-aktionen vonseiten der Wissenschaft reichten von Unverständnis und Entrüstung bis hin zu eingestandenen Kommunikationsdefiziten, denn: „the credibility of science is actually dependent on the credibility of science communication“ . Welchen Einfluss hatte die Debatte aber bisher tatsächlich auf die Wissenschaftskommunika-tionspraktiken in und von Hochschulen? Wurden mit Blick auf den womöglich nötigen ‚Wiederaufbau‘ von Vertrauen etwa Strategien überarbeitet, neue Kommunikationsmaßnahmen entwickelt oder sprachliche Feinheiten geändert? Entstehen dabei, bewusst oder unbewusst, vertrauensbildende kommunikative Praktiken? Dies sind zentrale Fragen meines Dissertationsprojekts. Wieso eigentlich…

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    Technikfolgenabschätzung – was folgt?

    Promotionsprojekt von Florian Hoffmann. Neue Technologien schaffen neue Welten – im Guten wie im Schlechten. Wer hätte vor einigen Jahrzehnten etwa die Folgeerscheinungen von Computer, Internet und „Social Media“ abgesehen? Hoffnungen auf eine digitale „Demokratisierung der Demokratie“ blieben bislang unerfüllt. In Anbetracht von „Fake News“, „alternativen Fakten“ und „Postfaktizität“ trifft heute vielleicht sogar das Gegenteil zu. Bei der Einführung einer Technik sind ihre Folgen stets unbekannt – doch wenn sie sich absehen lassen, ist es bereits zu spät, um noch etwas zu ändern.[1] Mit diesem Dilemma ringt die Technikfolgenabschätzung, indem sie mögliche Folgen von Technik wissenschaftlich abschätzt und das produzierte Wissen über die Chancen und Risiken politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung…