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    Gedanken über die Denkwerkstatt #FactoryWisskomm

    von Katja Knuth-Herzig. Bereits im Grundsatzpapier des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Wissenschaftskommunikation, das im November 2019 von Ministerin Anja Karliczek vorgestellt wurde, ist die Denkwerkstatt #FactoryWisskomm als wichtiger Baustein angekündigt worden, der maßgeblich dazu beitragen soll, die Wissenschaftskommunikation zu stärken. Es soll kein geringeres Ziel erreicht werden, als die Wissenschaftskommunikation als Thema „…in die Chefetage zu bringen“. Die Wissenschaftskommunikation soll stärker als bisher in der Wissenschaft selbst verankert werden und es soll erreicht werden, dass sie bei jedem Forschungsprojekt bereits in der Planung mitgedacht wird. In einer Arbeitsphase von acht Monaten soll die #FactoryWisskomm zentrale Handlungsfelder hierfür definieren, Maßnahmen zur Zielerreichung entwickeln und die Umsetzung der Ergebnisse…

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    „Kooperation und Governance“ oder das Tauziehen zweier Konzepte

    Promotionsprojekt von Claudia Wendt. „John Maynard war unser Steuermann […] er hielt das Steuer fest in der Hand.“[1] In seiner unvergessenen Ballade beschreibt Theodor Fontane einen tapferen Steuermann, der seinen Dampfer von Detroit nach Buffalo steuert und bei einem Brand auf dem Schiff alle Passagiere ins Ziel rettet. Sinnbildlich lässt sich dieses Szenario auf viele Hochschulleitungen übertragen, die sich besonders in herausfordernden Zeiten wohl manches Mal wünschten, mit entsprechender Handlungsmacht ausgestattet, zentrale Entscheidungen für das „Schiff“, welches sie „steuern“, treffen zu können. Hochschulen sind hybride Gebilde. Sie bestehen einerseits aus einer zentralen Organisationsebene, der Hochschulleitung und ihren Verwaltungseinheiten und andererseits aus einer dezentralen Institutionsebene, den Fakultäten, in denen Forschung und…

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    Informiertes Vertrauen – Reflexionsfähigkeit ist gefragt!

    Ein Gespräch mit Rainer Bromme  Blogbeitrag von Jan Lauer, Florian Hoffmann & Rebecca Moltmann   Gleich zu Beginn unseres zweiten Kaminabends verdeutlichte unser Gast Rainer Bromme, Seniorprofessor für Pädagogische Psychologie aus Münster, dass beim Thema Wissenschaftskommunikation das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft von zentraler Bedeutung sei. Bisher gelte das Augenmerk allerdings vor allem der Wirkung von Wissenschaftskommunikation. Deshalb erachte er einen Ausbau der Forschung zur Wissenschaftskommunikation für wichtig – und begrüßte die Gründung unseres Graduiertenkollegs!  Rainer Bromme beantwortete bei diesem Kaminabend ausführlich die vielen Fragen der Kollegiat:innen. In der Wissenschaftskommunikation gehe es etwa um die Frage, ob eher in wissenschaftliches Personal oder die Wissenschaft als System vertraut werde. Auch gebe es in der Kommunikationspraxis Unterschiede zwischen Natur- und…

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    Kaminabend zum Thema „Vertrauen“ mit Prof. Dr. Rainer Bromme

    Wir freuen uns sehr, in der nächsten Woche Prof. Dr. Rainer Bromme zu unserem nächsten Kaminabend im Rahmen des Kollegs begrüßen zu dürfen und mit ihm über das Thema „Vertrauen“ zu sprechen. Seine Perspektive zu den Themen Vertrauen in die Wissenschaft und „informiertes“ Vertrauen haben wir intern bereits im Mai diskutiert, nachdem inmitten der Covid-19-Pandemie das folgende Interview publiziert wurde: https://www.wissenschaftskommunikation.de/verstaendlichkeit-ist-gut-aber-es-geht-um-informiertes-vertrauen-38231/ Diese Diskussion möchten wir jetzt mit ihm selbst noch einmal weiter vertiefen. Rainer Bromme ist Mitglied, Antragsteller und Projektleiter des Graduiertenkollegs „Vertrauen und Kommunikation in einer digitalen Welt“ an der Universität Münster, wo er auch von 1995 bis 2017 Professor für Pädagogische Psychologie war und derzeit Seniorprofessor ist. Zwischen…

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    #StayHome but #LeaveIvoryTower

    Promotionsprojekt von Alexander Chmelka. Die COVID-19-Pandemie, möchte man meinen, ist die Zeit der Stubengelehrten, also von der Außenwelt abgeschiedener Wissenschaftler*innen. Die Felderoberer, also jener Schlag von Feldforscher*in, der seinen Untersuchungsgegenständen die Erkenntnisse vor Ort abringt, haben es aufgrund von Kontaktbeschränkungen schwerer. Beide Extremtypen sind Bewohner*innen der gleichen Heimat – des Elfenbeinturms. Er ist die Stube der Gelehrten, aus deren Schutz heraus sie über die Beschaffenheit der Außenwelt schreiben können, ohne vom Schmutz derselben berührt zu werden. Und er ist das Raubschloss der Eroberer, von dem aus sie ins Feld ziehen und siegreich heimkehren, sobald sie die Daten haben, die sie benötigen. Was alle Elfenbeinturmwissenschaftler*innen gemein haben, ist: a) Der Unwille,…

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    Glaubwürdige Kommunikation, Glaubwürdige Wissenschaft?

    Promotionsprojekt von Rebecca Moltmann. Die vielzitierte ‚Vertrauenskrise der Wissenschaft‘ oder das vermeintliche ‚Ende der Fakten-Ära‘ – in den letzten Jahren gab es zahlreiche Artikel und Beiträge zu diesen Themen. Die Re-aktionen vonseiten der Wissenschaft reichten von Unverständnis und Entrüstung bis hin zu eingestandenen Kommunikationsdefiziten, denn: „the credibility of science is actually dependent on the credibility of science communication“ . Welchen Einfluss hatte die Debatte aber bisher tatsächlich auf die Wissenschaftskommunika-tionspraktiken in und von Hochschulen? Wurden mit Blick auf den womöglich nötigen ‚Wiederaufbau‘ von Vertrauen etwa Strategien überarbeitet, neue Kommunikationsmaßnahmen entwickelt oder sprachliche Feinheiten geändert? Entstehen dabei, bewusst oder unbewusst, vertrauensbildende kommunikative Praktiken? Dies sind zentrale Fragen meines Dissertationsprojekts. Wieso eigentlich…

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    Von Theorien und Methoden – ein Rückblick auf das dritte Kollegtreffen des WiMaKo-Graduiertenkollegs

    von Annika Felix. Nach nunmehr knapp einem dreiviertel Jahr Laufzeit galt es, den bisherigen Stand der Promotionsprojekte zu reflektieren und sich frischen Input von außen einzuholen – das September-Kollegtreffen stand daher ganz im Zeichen der Theorien und Methoden. Der aktuellen Zeit geschuldet, konnte das Treffen erneut nur in der virtuellen Welt und nicht wie angedacht in Magdeburg stattfinden. Dank des längeren Planungsvorlaufs funktionierte dies jedoch trotz zahlreicher Gäste und dem Wechsel zwischen verschiedenen Videokonferenzsystemen deutlich routinierter als noch im Mai, wenn auch das Online-Format allen wieder einiges abverlangte.  Die ersten beiden Tage widmeten sich Überblicken und Vertiefungen zu Begriffen und Theorien. So startete die Woche mit grundlegenden Einführungen zum Wissenschaftssystem, dem Wissenschaftsmanagement und der Wissenschaftskommunikation durch die Kollegsprecher. Es schlossen sich am nächsten Tag…

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    Technikfolgenabschätzung – was folgt?

    Promotionsprojekt von Florian Hoffmann. Neue Technologien schaffen neue Welten – im Guten wie im Schlechten. Wer hätte vor einigen Jahrzehnten etwa die Folgeerscheinungen von Computer, Internet und „Social Media“ abgesehen? Hoffnungen auf eine digitale „Demokratisierung der Demokratie“ blieben bislang unerfüllt. In Anbetracht von „Fake News“, „alternativen Fakten“ und „Postfaktizität“ trifft heute vielleicht sogar das Gegenteil zu. Bei der Einführung einer Technik sind ihre Folgen stets unbekannt – doch wenn sie sich absehen lassen, ist es bereits zu spät, um noch etwas zu ändern.[1] Mit diesem Dilemma ringt die Technikfolgenabschätzung, indem sie mögliche Folgen von Technik wissenschaftlich abschätzt und das produzierte Wissen über die Chancen und Risiken politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung…

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    Wissenschaftskommunikation vs. Wissenschaftsjournalismus?

    Rückblick zum „Kaminabend“ mit Jan-Martin Wiarda von Rebecca Moltmann. Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftsjournalismus werden immer wieder als Antagonisten verhandelt. Auslöser dafür sind vermutlich der verstärkte öffentliche Fokus auf Wissenschaftskommunikation (auch auf Ebene der Politik), die zunehmenden Mittel für Ausschreibungen im Bereich der Wissenschaftskommunikation und die Professionalisierung der Kommunikationsabteilungen von Hochschulen und Fördereinrichtungen.   Während die Wissenschaftskommunikation also (theoretisch) floriert, wird es für den Wissenschaftsjournalismus immer schwieriger. Durch den Stellenabbau bei Zeitungen schrumpfen Ressorts, werden Aufträge für freie Journalist*innen immer knapper – insbesondere im Bereich des Wissenschafts- und Bildungsjournalismus. Ist die Wissenschaftskommunikation also mit verantwortlich für diese Entwicklung, weil sie große Teile nun selbst übernimmt?   Nein, schrieb Jan-Martin Wiarda schon 2015 auf seinem Blog über seine Stellungnahme für den Bundestagsausschuss für Bildung und Forschung:   „Der Aufwind der…

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    Kaminabend mit Jan-Martin Wiarda

    Wir freuen uns sehr auf unseren ersten Kaminabend im Rahmen des Graduiertenkollegs. Der Gast, den wir zur Premiere in der nächsten Woche begrüßen dürfen, ist der Wissenschaftsjournalist Jan-Martin Wiarda, der unter  https://www.jmwiarda.de/ den bekanntesten und renommiertesten deutschsprachigen Blog zu Bildungs- und Wissenschaftspolitik betreibt. Wir haben vorab schon so viele Fragen und Themen gesammelt, dass es sicher eine spannende aber hoffentlich auch entspannte Runde am virtuellen Kaminfeuer wird. Jetzt fehlen uns nur noch paar Pixel Feuerholz 😉